Nachrichten

 

Premiere „Fastbunnen“ von Felix Borchert am Theater am Meer Wilhelmshaven

(07.06.2018)

Auszüge aus den Kritiken:

„… Fastbunnen“ … erhielt bei der Premiere am Freitagabend Ovationen des tief beeindruckten Publikums. Dabei fordert das Spiel auch von den Zuschauern hohe Konzentration … In hochatmosphärischen Szenen nach Art des absurden Theaters geleitet Een das Geschehen mit viel Zynismus in weit mehr als nur einem Schritt zurück und lässt die Zuschauer genüsslich mit kleinen Verständnishappen zappeln.
(Dunkles Spiel und Schuld und Schande von Wolfgang A. Niemann / Wilhelmshavener Zeitung, 28.05.18)

„… Für den Theaterbesucher beginnt die Vorstellung am Ende der Geschichte, die sich langsam aufrollt und dem Publikum langsam den Atem stocken lässt … Der 28-jährige Felix Borchert bekam für sein Drama „Fastbunnen“ („Festgebunden“) den Karl-Mahnke-Theaterpeis für niederdeutsche Nachwuchsautoren, jüngst verliehen anlässlich des gemeinsamen Bühnentages der Norddeutschen Bühnenbünde in Flensburg.
(Erfolgreiche Bühnen mit jungen Talenten von Dietmar Bökhaus / Jeversche Wochenblatt, 28.05.18)


Premiere von Amanda Lasker-Berlins „Gelbe Wüste / Rosa Raum“ am ThOP in Göttingen 

(07.06.2018)

Auszüge aus den Kritiken:



„Das Siegerstück des siebten ThOP-Nachwuchsdramatiker-Wettbewerbs 2017 hat am Sonnabend Premiere und Uraufführung gefeiert. Barbara Korte inszenierte „Gelbe Wüste, Rosa Raum“ von Autorin Amanda Lasker-Berlin, das unter dem Oberthema „Grenzen-Grenzgänger-Grenzüberschreitungen“ entstand … Das Stück zeigt das bedrückende Schauspiel einer Familientragödie … Mit vollem Körpereinsatz lassen die Spielenden mit fixierenden Blicken, panischem Rumgeballere und Handgreiflichkeiten die Zuschauer in eine aufwühlende Welt eintauchen, der man nicht so schnell entrinnen kann. Die sich immer steigernde Verzweiflung klebt fast greifbar an den bunten Quadern. Anschaulich zeigen sowohl die Inszenierung, wie auch das Stück, dass Krieg nicht mit der weißen Fahne endet. Sondern erst dann, „wenn sich kein Sandkorn mehr erinnert“.“
(„Gelbe Wüste, Rosa Raum“ im Theater im OP in Göttingen von Madita Eggers / goettinger-tageblatt.de, 27.05.2018)

„Einen Theaterabend, der unter die Haut geht, bietet das Theater im OP (ThOP) seinen Zuschauern mit Barbara Kortes Inszenierung von „Gelbe Wüste/Rosa Raum“ … Das Premierenpublikum zeigte sich begeistert von der Uraufführung des Siegerstücks vom Nachwuchsdramatiker*innenwettbewerb (NDW) 2017 des ThOP … Das Publikum spendete langanhaltenden Applaus mit begeistertem Getrommel und stehende Ovationen … Noch bevor im Theater im OP das Licht für die Premiere anging, wurde die Autorin Amanda Lasker-Berlin als Siegerin des Nachwuchsdramatiker-Wettbewerb (NDW) 2017 im Beisein von Mitgliedern der Jury aus Göttinger Kunst- und Literaturbereichen vor dem Publikum geehrt.“
(Premiere im Theater im OP: Jagd in die Vergangenheit / hna.de, 28.05.18)

„… Eine besondere Erwähnung verdient das Schauspielteam, denn dieses war durch die Bank weg fantastisch … Einen Höhepunkt stellt unter anderem der Moment dar, in dem Anak seine Tabletten verweigert und der Vater ihm den kompletten Doseninhalt dann regelrecht in den Mund schüttet, aber auch der spätere Einsatz der Schreckschusspistole, mit der Nilih Khashaja richtet und somit dafür sorgt, dass sich Schock und Betroffenheit in den Gesichtern einiger Zuschauerinnen und Zuschauer breitmacht … Es handelt sich um ein spannendes Stück, bei dem man sich ob der schwindenden Grenzen mehrmals fragen muss, wer denn nun eigentlich der Held und wer der Bösewicht ist. Einigkeit gab es hingegen zum Abschluss der Vorstellung in Form von nicht enden wollenden Applaus für die Darsteller wie auch für die anwesende Amanda Lasker-Berlin.“
(Wer ist der Held? von Jens Wortmann / kulturbuero-goettingen.de, 28. Mai 2018)


Premiere „Codewort: Doppelkopf“ von Ise Papendorf am Theater Wedel 

(07.06.2018)

Auszug aus der Kritik:

„Unter den Augen von Autorin Ise Papendorf wurde im Theater Wedel erfolgreich Premiere gefeiert … Das Stück überzeugte vor allem durch die starken Charaktere … Durch die gezielte Überspitzung der Charaktere entstand eine Komik, der sich keiner im ausverkauften Theater entziehen konnte … die eigentlich absurd klingende Geschichte, dass fünf Senioren eine Bank überfallen, um genug Geld beisammen zu bekommen, damit die demente Freundin Gerda im Heim bleiben kann, passte zum Charakter des Stückes."
(„CODEWORT DOPPELKOPF“ Gelungene Uraufführung in Wedel: Spiel mit den Klischees von Sebastian Seidel / shz.de, 28. Mai 2018)


Premiere von Stefan Vögels „Bella Donna“ am Theater am Meer in Wilhelmshaven

(28.03.2018)

Auszüge aus den Kritiken:

Bella Donna

„Eine rabenschwarzen Komödie mit prickelnder Erotik und dann auch noch von allen hervorragend gespielt – kein Wunder, dass das Ensemble vom Wilhelmshavener „Theater am Meer“ dafür bei der Premiere am vergangenen Sonnabend Ovationen im Stehen erntete…“ (Theater am Meer – Hervorragend spielendes Ensemble begeisterte Premieren-publikum / Wilhelmshavener Zeitung, 10.03.18)

 „….Im ausverkauften Haus bei der Premierenvorstellung an der Kieler Straße wurden die sechs Akteure mit begeisterndem Zwischenapplaus und stehenden Ovationen belohnt. Diese prickelnde Krimikomödie sollten Theaterfans nicht verpassen. Die Akteure lassen den Theaterbesuchern den Atem stocken, sorgen aber auch für viel Heiterkeit.“ (Prachtweib kocht großartig – und ermordet alle Liebhaber / Jeversches Wochenblatt, 10.03.18) 


Zwischen den Jahren

(21.12.2017)

Wir wünschen Ihnen ein schönes und ruhiges Weihnachtsfest und ein guten Rutsch ins Neue Jahr 2018!

Bitte beachten Sie, dass unser Theaterverlag zwischen den Jahren geschlossen bleibt. Für Bestellungen u. ä. wenden Sie sich bitte wieder im Neuen Jahr an uns. Wir freuen uns auf Sie!


ZDF-Serie "Familie Braun" gewinnt internationalen "Emmy"

(22.11.2017)

Die ZDF-Serie „Familie Braun“ gewinnt den „International Emmy Award“ in der Kategorie SHORT FORM SERIES!

https://www.iemmys.tv/awards_previous.aspx

Das Theaterstück finden Sie bei uns.

MA 416

Spielzeitausblick 2017/18 - niederdeutsch

(22.11.2017)

In der kommenden Spielzeit erwarten Sie zahlreiche Neuentdeckungen aus unserem Programm als Ur- und Erstaufführungen oder als Try Out. Ebenso setzen sich die Erfolgsgeschichten beliebter Titel fort und zahlreiche neue Titel sind als niederdeutsche Fassungen erhältlich. Von der Übersetzung, über das originäre Mundartstück bis hin zu Fernseh- und Filmadaptionen ist in unserem Programm alles vertreten, lassen Sie sich überraschen und inspirieren.

Die Erstaufführungen niederdeutscher Übersetzungen von Pierre Chesnot, aus dem Programm von Felix Bloch Erben, gehen weiter: mit BI MI TO HUUS, KLOCK FIEF? Eröffnet das Theater am Meer in Wilhelmshaven seine Spielzeit (Prem. 16.09.17). In 2018 wird die Fritz-Reuter-Bühne ebenfalls einen Chesnot auf die Bühne bringen in einer Übersetzung von Rolf Petersen: VEER LINKE HANNEN (Prem. 16.12.17)

Nach den erfolgreichen Inszenierungen in Neumünster und Münster in der vergangenen Spielzeit, nimmt sich die niederdeutsche Bühne Itzehoe ebenfalls des, mit dem „Konrad-Hansen-Preis“ ausgezeichneten, Werkes von Michael Wempner an. Dort heißt es ab dem 29.09.2017 TIET TO LEVEN.

Die Weihnachtszeit wird die Zuschauer unter anderem mit dem märchenhaften ELISA, DIE ZAUBERTANNE von Dieter Baldo verzaubern (Freilichtbühne Billerbek, Prem. 09.12.17). Und der mehr als 100 Mal bei seiner UA an der Studiobühne Flensburg gefeierte DER ZAUBERLEHRLING von Michael Wempner, tritt nach zahlreichen Nachinszenierungen, unter anderem auch auf Niederdeutsch, nun seine Heimreise an und wird ab dem 18.11.17 die Kinder an der „Broschmann und Finke Theater Company“ in Harislee beglücken.

Das Knallerstück für vier Frauen und einen Mann - TUSSIPARK (tollkühnmedia) setzt seine Erfolgserie in Schleswig-Holstein fort. Nach Neumünster und Kiel wird der riesen Spaß nun auch an den niederdeutschen Bühnen in Rendsburg (Prem. 19.12.17.) und Norderstedt (Prem. 28.09.17) zusehen sein werden. 

Am Ohnsorg Theater wird unter der neuen Intendanz von Michael Lang mit DROOMDÄNZERS, in einer Bearbeitung von Frank Gruppe und Maike Harten, eines von Lutz Hübners meist gespielten Stücken - BLÜTENTRÄUME - gezeigt werden.

Das der Evergreen TRATSCH IM TREPPENHAUS/SLUDERKRAAM IN'T TREPPENHUUS von Jens Exler auch wieder bundesweit bei zahlreichen Bühnen auf dem Programm steht, versteht sich fast von selbst. Zu sehen sein wird er beispielsweise in Brake (NB Brake, Prem. 13.10.17) und Delmenhorst (Niederdeutsches Theater, Prem. 14.10.17).

In Hamburg wird das Ohnsorg Theater die denkwürdige Inszenierung mit Heidi Mahler in der Paraderolle der Meta Bold in einer kleinen Serie wiederaufnehmen und seinen Zuschauern als Weihnachtspräsent im großen Haus noch einmal zeigen.

Nach der gefeierten niederdeutschen Uraufführung an der niederdeutschen Bühne Neumünster schwimmt sich die turbulente, aberwitzige Komödie KUGELFISCH HAWAII nun frei und wird sowohl an der niederdeutschen Bühne Lübeck (Prem. 12.12.17) als auch am Mecklenburgischen Staatstheater an der Fritz-Reuter-Bühne (Prem. 17.10.17.) zu sehen sein.

Zum 50jährigen Bestehen der Schönberger Speeldeel wird es in dieser Spielzeit gleich zwei Uraufführungen geben, beide aus der Feder des Autorenpaares Marion Balbach und Rudolf Korf zum einen GELD UT SCHIET (Prem. 30.09.2017) und zum anderen WIEWER UN ANNER KATASTROPHEN (Prem. 09.12.17) als weiteres Stück wird die Bühne ihren Zuschauern OMA SWIMMT SICK FREE von Stefan Vögel darbieten, welches vorher an der niederdeutschen Bühne Lübeck (Prem. 06.02.18) ) unter seinem eigentlichen Titel ROMYS POOL seine niederdeutsche Erstaufführung erleben wird.

Im Januar heißt es dann an der niederdeutschen Bühne in Kiel FROO MÜLLER MUTT WEG (Prem. 12.01.2018) und während damit dort sozusagen die Schule schon wieder beginnt, feiert man im niederdeutschen Theater in Neuenburg noch verlängerte Weihnachten mit dem chaotischen Familienstück LAMETTA von Fitzgerald Kusz (Prem. 12.01.18).

In Oldenburg an der August-Hinrichs-Bühne werden im Februar bereits die Äpfel reif. Mit ADAMS APPELN wird dort eine Filmadaption von Anders Thomas Jensen als Niederdeutsche Erstaufführung gezeigt (Prem. 11.02.18) werden.

Das NDT Delmenhorst wird währenddessen von DE NERVBÜDEL heimgesucht. In der trüben Jahreszeit scheinen trübsinnige Gedanke nahe liegend, doch ist der Lebensretter hier zum Glück stets zur Stelle.

Und zu guter Letzt noch das Stück, dass sich zu einem der meistinszenierten Stücke an den niederdeutschen Bühnen in dieser Spielzeit zu entwickeln scheint: HAROLD UN MAUDE, nach dem (fast) gleichnamigen Filmklassiker mit schwarzem Humor.

Nicht nur, dass es drei sehr unterschiedliche niederdeutsche Fassungen gibt, sie werden auch alle drei gespielt werden.

Den Anfang macht das Ohnsorg Theater mit HAROLD UN MAUDE in einer Fassung für das Studio von Jasper Brandis und Cornelia Ehlers (Prem. 03.12.17). Am 24.03.2018 möchte dann die Fritz-Reuter-Bühne mit der mecklenburgischen Fassung von Manfred Brümmer ihr Publikum begeistern und die niederdeutsche Bühne Kiel zeigt die Komödie, nun unter dem Titel HARALD UN MARTHA, in einer Fassung von Arnold Preuß am 16.02.2018.

Auf eine Inszenierung sind wir in der kommenden Spielzeit besonders stolz: Das 2012 mit dem Karl-Mahnke-Pries ausgezeichnete Erstlingswerk von Felix Borchert FASTBUNNEN wird vom „Theater am Meer“ in Wilhelmshaven uraufgeführt werden. Am 25.05.2018 wird unter der Regie von Elke Münch das preisgekrönte Drama über Schuld, Freiheit und Liebe der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Wir wünschen Ihnen viele unterhaltsame, anregende und spannende Theatererlebnisse und freuen uns mit unseren Bühnenpartnern auf Ihren Besuch.


 ZDF-Serie "Familie Braun" für "Emmy" nominiert

(04.10.2017)

Die ZDF-Serie „Familie Braun“ ist für den „International Emmy Award“ in der Kategorie SHORT FORM SERIES nominiert! Die Preisverleihung findet am 20. November 2017 in New York statt.

https://www.iemmys.tv/awards_nominees.aspx

Das Theaterstück finden Sie bei uns.

MA 416

Gelungene Try-Out Premiere für Familie Braun in Schwerin

(19.09.2017)

Am 16.09.17 feierte „Familie Braun“ seine Tryout-Premiere am Jungen Staatstheater Parchim im E-Werk in Schwerin. 

Die Zeitungskritik lesen Sie hier:  
https://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/gelungene-gratwanderung-id17855846.html


Familie Braun feiert Tryout-Premiere

(24.05.2017)

Am 16.09.17 feiert „Familie Braun“ Tryout-Premiere am Jungen Staatstheaters Parchim. 

Nähere Informationen erhalten Sie unter: 
http://www.mecklenburgisches-staatstheater.de/stueck-detail/familie-braun-tryout-1452.html


Familie Braun gewinnt den Deutschen Comedypreis 2016

(26.10.2016)

Die schwarzhumorige Dramedy-Serie „Familie Braun“ gewinnt den deutschen Comedypreis in der Kategorie „Beste Innovation“. Die Theaterfassung der Serie finden Sie unter:

MA 416 


Wenn Oma in Geheimsprache redet

(Jörn Dirk Zweibrock / 21.01.2016)

Die Theatergruppe Holtum-Marsch spielt immer wieder gerne Stücke aus dem Verdener Theaterverlag Karl Mahnke, der sich auf niederdeutsche Bühnenstücke spezialisiert hat.

Wenn Oma Geheimsprache redet Schnuppern Theaterluft: Lektorin Alexandra Schlenker (r.) überreicht Regisseur Johann von Salzen die gewünschten Manuskripte, während die Schauspieler der Theatergruppe Holtum-Marsch auf der Bühne in ihrem Element sind. (Björn Hake)

 


Die vergangene Theatersaison in Holtum-Marsch war so erfolgreich, dass die Schauspieler sogar noch eine Zusatzvorstellung dran hängen mussten. Das Stück, was die Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes vom Hocker gerissen hat, trägt den Namen „To’n Glück verrückt“.

Die Holtumer lassen sich gern mit Komödien, Schwänken und Schauspielen aus dem Verdener Theaterverlag Karl Mahnke beliefern. Dem Theaterverlag für niederdeutsche Bühnenstücke schlechthin, wie Verlagsleiterin und Lektorin Alexandra Schlenker stolz erzählt.

Selbst der Ohnsorg-Klassiker „Tratsch im Treppenhaus“ ist bei Mahnke in Verden erschienen. Und der Karl-Mahnke-Pries wird alle drei Jahre im Bieberhaus am Hamburger Hauptbahnhof, der neuen Spielstätte des Ohnsorg-Theaters, verliehen.

Johann von Salzen führt schon seit 15 Jahren Regie bei der Theatergruppe Holtum-Marsch. Im Januar, nach der Jahreshauptversammlung des gemischten Chores Polyhymnia, dem die Gruppe angehört, beginnt er mit der Auswahl des neuen Stückes. „Bei uns steht nicht jeder jedes Jahr auf der Bühne. Wenn ich weiß, wer Lust hat zu spielen, also die genaue Zahl der Darsteller im Kopf habe, schaue ich mir die Kurzfassungen der plattdeutschen Stücke im Internet an“, berichtet er über seine Vorgehensweise.

Gar nicht so leicht, denn schließlich sind im Verdener Theaterverlag rund 1400 Stücke erschienen. Von bekannten niederdeutschen Autoren wie beispielsweise Konrad Hansen und Jens Exler oder etwa dem gerade sehr oft gespielten Helmut Schmidt.

Immer mehr niederdeutsche Stücke von Frauen

„Früher haben fast nur Männer geschrieben, doch mittlerweile stammen viele unserer Stücke aus der Feder von Frauen“, freut sich Alexandra Schlenker, dass Autorinnen nach und nach die niederdeutschen Bühnen erobern. So ist der Karl-Mahnke-Theaterpries 2015 an Ulrike Stern, Dramaturgin an der Fritz Reuter-Bühne Schwerin, gegangen.

Von der dänischen Grenze bis ins westfälische Münster, von Niedersachsen bis nach Mecklenburg-Vorpommern werden die plattdeutschen Komödien, Schwänke und Schauspiele aus dem Hause Mahnke aufgeführt. „Rund 4500 plattdeutsche Theatergruppen gibt es im norddeutschen Raum. Und dabei hat das Jahr doch bloß 52 Wochenenden“, bedauert Alexandra Schlenker, dass sie nun beim besten Willen nicht jeder Premiere beiwohnen kann.

Johann von Salzen kommt jedenfalls oft persönlich an der Großen Straße 108 in Verden vorbei, holt dort die Manuskripte ab, die für ihn in die engere Auswahl kommen. Sollte das gewünschte Ansichtsexemplar einmal nicht vorrätig sein, wird es eben nachgedruckt. Beim Lesen merkt Johann von Salzen sofort, ob der Funke überspringt.

„Nicht jeder kann alles spielen“, berichtet der Regisseur, dass er bei der Besetzung beispielsweise darauf achten muss, ob Alter und Charakter des Schauspielers auch mit dem der Rolle übereinstimmen. „Kürzen ist ausdrücklich erwünscht“, rät die Lektorin dem Regisseur, ruhig die ein oder andere Passage aus dem Text heraus zu streichen. Warum? Weil die Bücher nun mal erfahrungsgemäß sehr umfangreich sind.

Im Juli beginnt die Theatergruppe Holtum-Marsch mit den Proben für die aktuelle Spielzeit. Zwei Proben pro Woche setzt Johann von Salzen meist an. Der Vorhang in Klinkers Diele hebt sich im November, die letzte Vorstellung der Saison geht dort traditionell rund um den ersten Advent über die Bühne.

Verlagsgründung vor über 150 Jahren

„Einmal saß ein spanischer Austauschschüler bei uns in der Vorstellung. Selbst der hat gelacht“, erinnert sich Marlis Wedemeyer von der Theatergruppe Holtum-Marsch. Und das Enkelkind eines Ensemblemitglieds soll seinen Freunden davon berichtet haben, dass Oma und Opa immer „in Geheimsprache reden“, wenn sie in Klinkers Hof Theaterluft schnuppern.

Vor mehr als 150 Jahren, 1910, wurde der Verdener Theaterverlag Karl Mahnke gegründet. Er zählt heute insgesamt fünf Mitarbeiter. Geleitet wird er von der gebürtigen Verdenerin Alexandra Schlenker. Seit Maria Mahnke die gleichnamige Buchhandlung mit dem angeschlossenen Theaterverlag übernommen hat, hat sich dort ein Generationenwechsel vollzogen.

„Der Ohnsorg-Klassiker ,Tratsch im Treppenhaus’ ist immer noch ein Selbstläufer“, freut sich Verlagsleiterin und Lektorin Alexandra Schlenker, dass Heidi Kabels nicht weniger berühmte Tochter Heidi Mahler damit gerade Triumphe auf den Theaterbühnen im Norden feiert.

Übrigens: „Jümmer Arger mit Wotan“, erschienen bei Mahnke in Verden, feiert am Sonntag, 21. Februar, Premiere. Wo? Natürlich im Ohnsorg-Theater am Hamburger Heidi-Kabel-Platz, vor dessen Eingang die unvergessene Volksschauspielerin als Bronzestatue wacht. Angelehnt an ihre Paraderolle Meta Bold aus „Tratsch im Treppenhaus“.

Hier gehts zum Artikel: http://www.weser-kurier.de/region/achimer-kurier_artikel,-Wenn-Oma-in-Geheimsprache-redet-_arid,1295940.html


Karl Mahnke Theaterpries 2015

(20.01.16)

Am 07.11.2015 wurde im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung der Niederdeutschen Buchmesse der Carl-Töpfer-Stiftung im Ohnsorg Theater in Hamburg nicht nur das plattdeutsche Buch des Jahres gekürt, sondern auch, passend zum diesjährigen Schwerpunkt der Messe „Dat Speel op Platt“, der Karl-Mahnke Theaterpries 2015.

Aus den fünf aufregenden und ambitionierten eingereichten Texten originär niederdeutscher Nachwuchsautoren stach ein Stück besonders hervor: MORGEN IS OK NOCH EIN DAGG von Ulrike Stern begeisterte und überzeugte die Jury, bestehend aus Vertretern der niederdeutschen Bühnenbünde, des BDAT und namhaften Fachleuten des niederdeutschen Theaters gleichermaßen.

Ulrike SternDie Autorin, Ulrike Stern, Dramaturgin der Fritz-Reuter-Bühne in Schwerin, war zur Preisverleihung extra angereist und nahm sichtlich bewegt und glücklich die Auszeichnung entgegen. Wir gratulieren unserer aktuellen Preisträgerin noch einmal herzlich zu ihrem ersten eigenen Stück und freuen uns, es Ihnen nun in unserem Verlagsprogramm präsentieren zu können. Sie hat dem niederdeutschen Theater damit ein denkwürdiges, berührendes und zukunftsweisendes Werk geschenkt.

Aber auch die weiteren Teilnehmer und Stücke des Karl Mahnke Pries haben der Jury ein großes Lesevergnügen bereitet, zu Diskussionen angeregt und verdienen unseren Applaus. Wir werden Ihnen das ein oder andere im kommenden Jahr sicher noch vorstellen dürfen.

Auszug aus der Laudatio:
MORGEN IS OK NOCH EIN DAGG thematisiert die häusliche Pflege einer Wachkoma-Patientin und zeigt in atmosphärisch dichten Bildern, Rückblenden und Parallelhandlungen, wie familiäre Beziehungen und individuelle Lebensentwürfe unter der aufopferungsvollen Aufgabe in Frage gestellt werden, wachsen, scheitern und Neuanfänge möglich werden.

Das in den Spiegelszenen gezeigte Leben der Koma-Patientin, erweckt diese zum Leben und eröffnet einen zum Teil surrealen Blick auf die Welt jenseits unserer Realität. Gleichzeitig werden beide Ebenen geschickt miteinander verwoben, so dass die Grenzen zwischen real und surreal sich auflösen.

Dem Schauspiel ist eine faszinierende szenische Verdichtung gelungen, in dem es eine „klassische“ Dreiakterform wählt, diese jedoch mit parallel zur Handlung gehörenden Spiegelszenen aufbricht. Es bleibt dabei durchgehend konsequent und seine Figuren gewinnen während des Spiels an Tiefe und Breite, sie entwickeln sich, um am Ende verändert weiterzugehen.


Uraufführung „Tied to Liäwen“ von Michael Wempner an der Niederdeutschen Bühne Münster

(18.01.16)

Ein weiteres preisgekröntes Stück aus unserem Verlagsprogramm feierte am 27.1.2015 seine umjubelte Uraufführung: „Tied to Liäwen“ (Zeit zu Leben) ist das erste mit dem Konrad-Hansen-Preis ausgezeichnete Stück und aus der Feder des Erfolgsautors Michael Wempner.
Auch er hat mit der gewählten, aktuellen Thematik und den lebendigen Charakteren ein modernes Schauspiel erschaffen, dass für das niederdeutsche Theater eine Bereicherung darstellt.

Auszug aus der Laudatio
„Was aber zeichnet das Siegerstück aus: es ist ein gut gebautes Stück um 5 Personen mit einem spannenden Aufbau von mehreren Handlungssträngen. Inhaltlich stellen sich von Anfang an Fragen, etwa nach den Motiven der Hauptpersonen, nach Klärung von Biographien, nach Perspektiven des Handlungsfortschritts. Je mehr von den Hintergründen der Handelnden analytisch aufgeklärt werden, desto mehr entstehen neue Fragen. Das Stück endet mit einer positiven Frage an die Zukunft. Verschiedene Geschichten werden eng miteinander verbunden – Familiengeschichten, kriminelle Handlungen und deren Aufdeckung, ohne ein Kriminalstück zu werden, das Suchen nach der Erfüllung eigener Existenz und die Suche nach Integration und Zuneigung. All diese Handlungen werden im Dialog vorangebracht, geschehen auf der Bühne. Beziehungen werden vor uns auf Ihre Belastbarkeit geprüft.
(...)

Fast immer perfekt aufgeteilte und damit klar umrissene Dialogpartien zeichnen das Stück aus. Das Fortschreiten der Handlung hält den Zuschauer zum Mitdenken und -fühlen an. Die Verknüpfung der Handlungsstränge und deren Aufdeckung zum Höhepunkt des Stückes sind sehr geschickt gearbeitet.
Technische Sicherheit, gute neue Themen und gegenwärtige Probleme, Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit des Bühnengeschehens, handwerklich perfekte Durchführung und ein Talent zur Erzeugung von Spannung waren die Gründe, die die Jury dieses Stück auswählen ließ.

Hier geht es zum Stück: SP 1311


Ünner´t Lüchtfüer

(04.05.15)

Mit der Uraufführung seines Erstlings „Ünner’t Lüchtfüer“ an der Niederdeutschen Bühne Flensburg in der vergangenen Spielzeit begann für Arne Christophersens Komödie eine echte Erfolgsgeschichte.

Die humorvolle, witzige zugleich berührende, tragische Komödie von zwei Männern auf einem einsamen Leuchtturmwärterposten, die unterschiedlicher nicht sein könnten – der eine lebenslustig, redselig und nie um einen dummen Spruch verlegen, der andere maulfaul, griesgrämig und eigenbrötlerisch – und die trotzdem, oder gerade deswegen im Laufe der Zeit und durch Schicksalsprüfungen zu engen Freunden werden, steht in dieser Spielzeit bei zahlreichen Bühnen auf dem Spielplan und begeistert Zuschauer und Presse gleichermaßen.

Nach Wilhelmshaven, wo die Inszenierung des „zeitlosen Stückes“, dass die „Balance zwischen Komödie und ernsteren Themen“ findet, „langanhaltenden Beifall“ erhielt (Wilhelmshavener Zeitung, 27.01.15) und Neumünster, wo der „Holsteinische Courier“ befindet, dass dies „kein Schenkelklopf-Theater ist“, sondern es „mehr ernst als heiter, mehr hintergründig als oberflächlich“ zu geht und dabei ein sehr guter Theaterabend heraus kommt, wird das Stück - dessen Stärke die Nordseezeitung vor allem in seiner Authentizität sieht und es für „absolut sehenswert“ hält, gerade weil es anders ist - in Bremerhaven mit einem „langen Schlussapplaus“ gewürdigt.

Noch gibt es die Gelegenheit, das Treiben auf, in und um den Leuchtturm und seine Bewohner mitzuerleben, mit ihnen zu lachen und zu leiden.

Derzeit ist es noch an der Fritz-Reuter-Bühne in Schwerin zu sehen. Die Schweriner Volkszeitung beschreibt die eigentliche Tragikomödie als „komisch, aber nicht klamottig“ (...) als „berührend, aber nicht rührselig“ und die „Kurve dazwischen“ als „ rasant, aber ohne Überschlag.“ Das Publikum dankte es mit Szenenapplaus.

Die nächste Premiere steht dann am 17.05.2015 an – im Niederdeutschen Schauspiel des Staatstheater Oldenburg (AHB). - Von Mitwirkenden ist zu hören, dass die Proben sehr gut laufen und die Zuschauer gespannt sein dürfen.

Mittlerweile hat Arne Christophersen bereits sein nächstes Stück herausgebracht: Dieses Mal ist es eine turbulente Komödie geworden, über den Social-Media-Wahn, mit Musik, Tanz und Hühnerballet – nur „De Vagels is dat piepegal!“ (Den Vögeln ist das piepegal!)
Mal schauen, von welchen Bühnen es dieses Mal in der kommenden Spielzeit lautstark piepen wird.


SOS for Human Rights 

(16.04.2015)

Wir kennen Europa als eine friedliche Union mit offenen Grenzen. Doch wer von außen hinein will, erlebt Europa als lebensfeindliches Bollwerk. Bei den Versuchen der Flüchtlinge aus Afrika, über die Grenzen nach Europa zu gelangen, kommen jährlich viele Menschen ums Leben.

Mit diesem Thema setzt sich das mobile Jugendstück „SOS for Human Rights“ auseinander. Es wurde im Rahmen der gleichnamigen Kampagne vom bekannten Berliner GRIPS-Theater für Menschen ab 12 Jahren entwickelt.

Es bringt die Verletzungen der Menschenrechte und die lebensbedrohliche Situation der Flüchtlinge an Europas Grenzen, sowie ihr teils menschenunwürdiges Leben innerhalb der Mitgliedsländer der EU auf die Bühne und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

SOS for Human Rights sorgte bereits bundesweit für Aufsehen und schaffte es sogar bis zum EU-Parlament nach Brüssel.

Bei uns können Sie dieses Drei-Personen-Stück mit diesem brisanten Thema bestellen.

Bestellnummer:
MA 367