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Schurek, Paul
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Im Karl-Mahnke Theaterverlag erschienen:
De kloke Anna
De klooke Anna
De politische Kannengeter
Jeppe im Paradies
Jeppe in't Paradies
Jöppe in't Paradies
Tulipantjes
Ulenspegel op Reisen
Gack hett keen Tiet
Gack, de Mann, de keen Tiet hett
Lünkenlarm
Pott will heiraden
Silvester
Snieder Nörig
Stratenmusik
Vita:
Paul Schurek wurde am 2. Januar 1890 in Hamburg geboren. In bescheidenen Verhältnissen wuchs er auf und begann schon früh mit dem Erlernen eines Handwerks. Als Feinmechaniker führte er ein unstetes Wanderleben und begann später ein Studium auf dem Hamburger Technikum, das dann 1914 durch den Krieg beendet wurde.
Nach dem einschneidenden Kriegserlebnis aus Russland, Serbien und Frankreich zurückgekehrt, entdeckte er die Schönheit seiner eigenen Heimat und fand in der heimatlichen Sprache, dem Plattdeutschen, ungeahnte Möglichkeiten, den Dingen, die ihn bewegten, Ausdruck zu verleihen. Seinen ersten Roman, den " Hamburger Brand " schrieb er jedoch in hochdeutscher Sprache.
Kurz nach dem Krieg ging sein Wunsch in Erfüllung: er wurde Lehrer an der Hamburger Gewerbeschule. Nun war er wirtschaftlich unabhängig und konnte sich in seiner freien Zeit seiner Kunst widmen. Schon früh hatte es ihn zum Theater gezogen. Die Komödie "Stratenmusik" wurde 1921 ein durchschlagender Erfolg. Dieses Stück begründete seinen Ruhm und bildet noch heute einen festen Bestandteil der niederdeutschen Spielpläne. In den folgenden Jahren kamen plattdeutsche und hochdeutsche Komödien im Wechsel heraus, z.B. " Snider Nörig", " Kamrad Kasper ", " Die blaue Tulpe " oder " Jeppe in't Paradies ". Von Schureks epischen Werken seien genannt: ausser dem "Hamburger Brand" die Romane "Das Leben geht weiter" und "Nichts geht verloren", das Skizzenbuch "Jungbrunnen" und die Fabelsammlung "Grisemumm".
Ein entscheidendes Erlebnis wurde für ihn 1930 die persönliche Begegnung mit dem Bildhauer und Dramatiker Ernst Barlach. 1946 erschienen seine "Begegnungen mit Ernst Barlach", ein Erinnerungsbuch, das später noch beträchtlich erweitert wurde. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte Schurek, der sich inzwischen aus dem Berufsleben zurückgezogen hatte und nun als freier Schriftsteller lebte, den Schwerpunkt seines Schaffens auf das Hochdeutsche. Jetzt fand er auch durch den Rundfunk ein neues Wirkungsfeld.
1951 wurde Paul Schurek zum Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg berufen und nahm als solches regen Anteil am kulturellen Leben seiner Vaterstadt. Am 22. Mai 1962 starb er in Hamburg.

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