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Die Kanalgräfin
Der Löwe ist los. Hassan heißt er und ist die große Attraktion des Zirkus Sandor (sprich: Schandor), dessen Direktor, Amandus Sandor (Schandor) die feste Absicht hat, in Knusebüttel eine Galavorstellung zu geben. Zu diesem Behufe musste er seinen ganzen Zirkus auf einen Frachtkrahn verladen und mit diesem die alte, vom Schleusenmeister Emil Rutsch betriebene Schleuse passieren, wobei eine Karambolage sich nicht vermeiden ließ, der Löwenkäfig umkippte und das besagt Raubtier kurzfristig in Freiheit gelangte. Der beherzten Frau des Schleusenmeisters, Vilma Rutsch, gelingt es, den Löwen mit Hilfe ihres Besens in den Käfig zurück zu treiben, wobei der Löwe, entgegen seinen sonstigen Fressgewohnheiten, ein Stück des Besenstieles abbeißt. Als Amandas Sandor, begeistert über den Mut der Frau Schleusenmeister, zudem noch erfährt, dass Vilma eine geboren Sandohr ist, besteht für ihn kein Zweifel mehr, dass es sich bei ihr um echtes ungarisches Geblüt aus dem Stamme derer von Sandor (Schandor) handelt. Für eine echte Schandor jedoch ist es unerlässlich, zumindest einmal im Leben auf dem Rücken eines echten Löwen durch die Arena geritten zu sein und so kommt Vilma Rutsch, geborene Sandohr, unversehens zu einem sensationellen Zirkus auftritt.
Bestellnummer:
MA 103
Autor:
Handke, Günter
Komponist:
Uebersetzer:
Bearbeiter:
Originaltitel:
Genre:
Schwank
Bühnenbilder:
01
Damen:
02
Herren:
05
Urauffuehrung:
Weitere Genre:
Reihe:
Hochdeutsche Stücke
Sonstiges:
Schwank in drei Akten, ca. 100 Min.

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