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Die eingebildete Kranke
Antonia bildet sich ein, sterbenskrank zu sein. Ihre Hausärztin und der Apotheker kommen ständig vorbei und verschreiben ihr Unmengen an Medikamenten und therapeutischen Behandlungen, um sie von ihren „Krankheiten“ zu heilen – und sich selbst eine goldene Nase zu verdienen.
Antonias Ehemann Benedikt unterhält indes eine heimliche Affäre mit der Notarin Frau Dr. von Treuhertz. Gemeinsam wollen sie Antonia dazu bringen, ihr gesamtes Vermögen auf Benedikt zu überschreiben.
Durch die Reden der Notarin fürchtet Antonia um das finanzielle Wohl ihrer Töchter. So beschließt sie, Angelika mit Dr. Ovulas Neffen Thomas zu verkuppeln – obwohl sie genau weiß, dass Angelika in einer homosexuellen Beziehung mit Clara steckt.
Als Angelika und Teresa von den Verkupplungsplänen erfahren, setzen sie alles daran, um Antonia mithilfe von Clara und Antonias Bruder Bernd umzustimmen. Während Clara sich als Mann verkleidet und als Angelikas Volleyballtrainer ausgibt, versucht Bernd seiner Schwester ins Gewissen zu reden.
Als der Bräutigam in spe mitsamt seinem Vater vorbeikommt, um seine „Braut“ kennen-zulernen, entpuppt er sich als älterer, skurriler Herr. Louise, Angelikas Schwester, findet Gefallen an ihm, da er Arzt ist und sie hofft, seine Medikamente gewinnbringend auf dem Uni-Campus verkaufen zu können.
Ein heilloses Durcheinander entsteht, doch am Ende schaffen Teresa und Bernd es, Antonia zu beweisen, dass sowohl Benedikt als auch die Ärzte alles andere als um ihr Wohl besorgt sind, ihre Töchter sie hingegen über alles lieben.

Ise Papendorf hat mit neuen, modernen Dialogen, leicht verändertem Plot und dem ein oder anderen Geschlechtertausch das Original in den heutigen Kontext gesetzt und damit gezeigt, dass Moliere nicht nur unterhaltsam wie amüsant, sondern auch hochaktuell ist.
Bestellnummer:
MA 459
Autor:
Papendorf, Ise
Komponist:
Uebersetzer:
Bearbeiter:
Originaltitel:
Genre:
Komödie
Bühnenbilder:
01
Damen:
07
Herren:
05
Urauffuehrung:
UA: 30.06.18, Westfälisches Landestheater
Weitere Genre:
Schauspiel
Reihe:
Hochdeutsche Stücke
Sonstiges:
dauer: ca. 110 min
Werkangabe: nach Molières „Der eingebildete Kranke“

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