Neuerscheinungen im Karl Mahnke Theaterverlag

Hier finden Sie unsere aktuellsten Neuerscheinungen.

Niederdeutsche Stücke

Hollywood in Engelsbüttel

von Rinje Bernd Behrens

Aufregung in Engelsbüttel: Eine Filmfirma will im Ort einen Film über die Geschichte von Engelsbüttel drehen und sucht nun Laiendarsteller, die Lust haben, sich an dem Projekt zu beteiligen. Auch bei der Familie Wehrmann und ihren Nachbarn ist das Interesse groß. Kann man reich oder berühmt werden?
Aber was muss man tun, um als Darsteller genommen zu werden? Muss man vorsprechen, vorsingen? Was sollte man vorsprechen – einen klassischen Text, ein selbstverfasstes Gedicht? Muss man sich kostümieren? Es werden alle Möglichkeiten durchgespielt.
Unterstützt werden sie dabei vom zwielichtigen Lothar Maiboom. Dieser versucht nebenbei sein Falschgeld unter die Leute zu bringen und dazu noch an Willi Wehrmanns Ersparnisse zu kommen.
Max, Student und Untermieter bei Wehrmanns, sorgt letztlich dafür, dass Lothar nicht zum Zuge kommt, und hilft mit, dass alle anderen schließlich die Rolle erhalten, für die sie am besten geeignet sind.

SP 1539


Keen Glück mit Blüten

von Brigitte Schönecker

In der Privatresidenz "Silenzio" wohnen sehr wohlhabende Senioren, doch das Heim ist in keinem guten Zustand. Die Heimleitung und der Heimarzt spielen ein übles Spiel. Sie wollen an das Geld der Heimbewohner und versuchen mit allen MItteln an die Vollmachten zu kommen, um so an die Konten zu gelangen. Der sehnlichste Wunsch von Frau Lange-Holtkamp ist es, mit dem Heimarzt, Herrn Dr. Meiners, und dem Geld der Heimbewohner zu verschwinden. Seit Jahren schon ist sie in ihn verliebt, doch der hat mehr Interesse an seinen wohlhabenden Patientinnen, wie z. B. der ehemaligen Opernsängerin Valentina Tamesi. Nachdem ein Bankräuber mit seiner Beute im Heim Zuflucht sucht, ändert sich das Leben der sonst immer sehr müden Bewohner. Sie bekommen mit, was für ein Spiel mit ihnen gespielt wird. Der Bankräuber, Marco Busse hat einen Plan.

SP 1517


Gendarms sünd ock blot Mensken
 
von Wolfgang Santjer

An einer langen Dorfstraße wohnt Frau Josepha Kowalski, eine sehr neugierige Dame, welche mit ihrem Dackel Fritzi, täglich an der Straße patrouilliert. Ihre neue Nachbarin an der rechten Seite ist ihr unheimlich, werden dort Menschen gefoltert? Die Schreie sind nicht zu überhören.Neben dem geheimnisvollen „Folterhaus“ wohnt Gretje Stint. Ihr Gartengemüse wird nachts von einem rätselhaften Unbekannten verwüstet.
Rechts von Gretje Stint ist auch ein neuer Nachbar zugezogen. Gotthilf von Hagen, ein Pedant und Querulant, der seine neuen Nachbarn tyrannisiert. Insbesondere sein Nachbar zur rechten Seite, Agrarökonom Stinus Strukbessen, ist ihm ein Dorn im Auge. Der Misthaufen stinkt, der Gockel kräht zu laut und die Kirchenglocken stören ihn auch. Stinus Strukbessen hat jedoch andere Probleme. Er sucht verzweifelt eine Lebenspartnerin, auch über das Internet. Die Agentur „Partnersuche mit Niveau“ vermittelt einen Kontakt zur Witwe eines ehemaligen Hauptmannes. Diese findet Männer in Uniform toll und so kommt Strukbessen auf eine fatale Idee. Er geht zu seinen Freunden von der kleinen Polizeiwache und bittet um Hilfe. Er möchte sich kurz eine Uniform leihen und sich auf der Wache als Polizist ausgeben. Seine Hoffnung: Die Frau Hauptmann wird ihm den kleinen Betrug verzeihen, sobald sie ihn erst einmal kennengelernt hat.
Die Polizisten Hinnerk Schmörkel und Jakobus Buskohl versprechen ihrem Freund zu helfen, obwohl sie ganz andere Sorgen haben. Die Dienstaufsicht hat sie auf dem Kieker. Von Anzeigenaufnahmen und Aktenpflege halten die Polizisten nicht viel. Sie versuchen immer eine zwischenmenschliche und gütliche Einigung herbeizuführen. Allerdings ohne Aktenspuren zu hinterlassen. Mit ihrer Strategie der Ingnoration wird lästige Schreibarbeit vermieden. Unglücklicherweise hört Gotthilf von Hagen mit, wie die beiden Polizisten „arbeiten“. Da er sich schlecht behandelt und veralbert fühlt, beschwert er sich schriftlich beim Vorgesetzten der beiden Polizisten.
Die Dienstaufsicht schickt daraufhin die junge Polizistin Deike Janssen als „angebliche Verstärkung“ auf die kleine Dienststelle. Sie hat den Auftrag die Polizisten auszuspionieren und Material gegen die Beiden zu sammeln. Der Zufall will es, dass sich ausgerechnet Deike Janssen und der ewige Junggeselle Jakobus Buskohl ineinander verlieben.
Eine neue Strategie muss her. Vorbei die Zeit der Toleranz und Ignoration. Alles wird jetzt genauestens aktenkundig gemacht.
Angefangen von der angeblichen Entführung und Folterung im Hause der Lady Brunhild, bis zum geheimnisvollen Gemüsezerstörers im Garten von Gretje Stint.

SP 1538


To Hülp, mien Mann is up Rente

von Ubbo Gerdes

Heidis Mann Heiko kommt in den ersehnten Ruhestand. Von Freundin Thea neidisch beäugt, kann sich Heid noch nicht so recht freuen und vorstellen, wie der kommende Lebensabschnitt werden wird. Denn Heiko kann nicht still sitzen. Thea wünscht sich bei ihrem Mann Ferdi, dass er wie Heiko in Haus und Garten mithilft, anstatt immer nur zum Angeln zu verschwinden. Heidi jedoch graut vor dem aktionistischen Unruheständler. Denn bislang hat sie den Alltag wunderbar alleine bewältigen können.
Nachdem Heiko den Garten umgestaltet und verwüstet hat, Großeinkäufe beim Lieferservice tätig, und den Haushalt an sich zu reißen versucht, reicht es Heidi. Doch bevor es zum endgültigen Krach kommt, erlahmt Heikos Engagement plötzlich und er scheint eine andere Aufgabe gefunden zu haben, was im Übrigen auch seinen Freund Ferdi betrifft. Das macht ihre beiden Ehefrauen allerdings auch stutzig.

SP 1512


Dierten för den Flohzirkus

von Heinz Johnsen

Zoodirektor Luftikus ist verzweifelt, die Attraktion seines Zirkus, die Stars der Manege, sind ihm ausgerissen. Auf seiner Suche wendet er sich in seiner Not sogar an den Weihnachtsmann, ob er ihm nicht helfen könne ... Wie es der Zufall will, haben sich die blutsaugenden Raubtiere von Herrn Luftikus genau da bequem gemacht: Und so begeben sich die Engel, der Weihnachtsmann und Herr Luftikus auf die turbulente Suche, um die drei Ausreißer einzufangen, doch das wird nicht ganz einfach, denn dank Blutdoping sind sie mittlerweile mutiert ...

PL-KS 216


Goosbraden för den Wiehnachtsmann

von Heinz Johnsen

Hans und Emmy bereiten alles für die Familienfeier vor, der Braten ist im Ofen und der Baum muss noch geschmückt werden, bevor die Kinder kommen. Da schneit der Weihnachtsmann bei ihnen herein. Emmy und Hans laden in ihrer Gastfreundschaft den Weihnachtsmann zum Essen ein, doch der muss noch weiter und würde lieber ein Stück Braten mit zu seinen Engekn nehmen, damit die auch etwas davon haben. Emmy und Hans stimmen freudig zu, doch dann wird klar, wnn auch die Engel satt werden sollen muss der Weihnachtsmann den ganzen Braten mit nehmen. Was nun?

PL-KS 217


Dree Herrn 

von Jan Ericson, Deutsch von Michael Günther und Marianne Weno, Niederdeutsch von Renate Wedemeyer

Von der Putzfrau auf der Herren Toilette des Kaufhauses vergessen. Eingesperrt. Und das über die Weihnachtsfeiertage. Für Lagerarbeiter Dahlmann, Verkäufer Riemann und Geschäftsführer Bruns wird der schlimmste Alptraum wahr. Auf engstem Raum, im Funkloch, mit den „geschätzten“ Kollegen und ohne jede Fluchtmöglichkeit, sind sie darauf angewiesen, die kommenden Tage irgendwie zu überleben, bis das Kaufhaus seine Pforten wieder öffnet. Schicksalhafte Allianzen, Konkurrenzdenken, Überlebensinstinkte, Verbrüderungen und eine Fleischwurst machen diesen Theaterabend über die menschlichen Abgründe zu einem Parforce Ritt für die Lachmuskeln.

SP 1515


An'n neegsten Morgen oder Moin mien Söten, wo heetst du?

von Peter Quilter, Übersetzung: Horst Johanning, Bearbeitung: Markus Weise

Manchmal findet man die Liebe ganz unerwartet. In einer Warteschlange vor dem Kino, auf einer Flugreise oder unter dem Bett. So ergeht es unter anderem auch Thomas. Der wacht eines Morgens neben einer hübschen „Zehn“, Kelly, auf. Er hat zwar keine Erinnerung an die Nacht, aber Kelly scheint zufrieden und durchaus an ihm interessiert zu sein. Sie ist hübsch, lebenslustig und liebenswert verrückt. Er kann sein Glück kaum fassen, bis klar wird, Kelly bekommt er nur mitsamt ihrer völlig durchgeknallten Familie. Allen voran Hippie-Mutter Barbara, die sich gleich am ersten Morgen mit in das Bett kuschelt, um gemeinsam mit ihnen zu frühstücken und die in Sachen Sex kein Blatt vor den Mund nimmt. Zu ihnen gesellen sich im Laufe der Zeit noch Martin - der keinem Flirt abgeneigt ist, ein nicht näher bekannter Co-Pilot und ein taubstummer Mexikaner. Auf und unter den Betten wird es turbulent. Thomas sieht sich einigen Herausforderungen gegenüber, bis er und Kelly endlich verheiratet sind.

SP 1520


Naakt

von Doris Dörrie, Übersetzung: Markus Weise

Drei befreundete Paare treffen sich am Samstagabend. Alles scheint wie immer - und ist es doch nicht: Emilia und Felix sind seit kurzem getrennt, worunter beide psychisch und finanzi-ell leiden; Charlotte und Dylan sind im letzten Jahr durch Dylans geschickte Spekulation an der Börse reich geworden, ihre Paarbeziehung wird jedoch trotz wachsendem Luxus immer armseliger; einzig Annette und Boris sind nach wie vor glücklich verliebt, wünschen sich zwar ein bisschen mehr Geld, um ihre Ikea-Wohnung aufzupeppen, kommen aber auch ohne gut klar. Die sechs treffen sich zum Abendessen im schicken Apartment von Charlotte und Dylan. Doch die Fröhlichkeit, die solche Treffen in früheren Zeiten bei einer Pizza in der Kneipe um die Ecke hatten, will sich nicht mehr so recht einstellen. Emilia und Felix fühlen sich ausgestoßen, weil sie kein Paar mehr sind, zwischen Charlotte und Dylan knistert es unangenehm. Da erzählt Emilia, sie habe neulich gelesen, dass selbst Paare, die über zwanzig Jahre zusammenlebten, auf Fotos nicht mal die Hände des anderen identifizieren konnten. Sie wette, dass die meisten Männer mit geschlossenen Augen nicht einmal ihre eigene Frau erkennen würden. Die anderen sind empört, sie sind sicher, dass sie ihre Part-ner jederzeit erkennen würden. Felix gießt Öl ins Feuer: Wenn alle so sicher seien, dann könne man ja eine Wette wagen... Ein Experiment mit Folgen beginnt.

SP 1491


Veer linke Hannen

von Pierre Chesnot

Mit dieser Komödie begann Chesnots Siegeszug über die Boulevard-Bühnen Deutschlands. Wenn zwei "zwei linke Hände" haben, macht das vier linke Hände. Dabei ist mit den Händen von Sofia und Berthold eigentlich alles in Ordnung - Schwierigkeiten haben sie nur, Herz und Verstand in Einklang zu bringen. Dazu bestünde normalerweise gar keine Notwendigkeit, gefiele es nicht dem Schicksal, vertreten durch den durchtriebenen Lustspiel-Strategen Chesnot, just diese beiden aufeinander loszulassen.

SP 1494 Übersetzung: Wolfgang Kirchner Bearbeitung: Rolf Petersen
SP 1508 Übersetzung: Arnold Preuß, Bearbeitung: Wolfgang Kirchner


Heckensnitt

von Sven j. Olsson, Übersetzung: Annegret Peters

Eine Gruppe von Menschen, die sich alle aus ihrem Schrebergarten kennen, entführen den Direktor einer Bank, da diese sie um die gesamten Ersparnisse gebracht hat. Sie versuchen von der Bank ihre Ersparnisse zu erpressen, doch der Aufsichtsrat ist froh, dass ihr Direktor verschwunden ist und spekuliert auf dessen Tod, um ihm so alles in die Schuhe schieben zu können. Konfrontiert mit der Nachricht „Die Bank will nicht zahlen“, erzählt der Direktor Interna, die den Aufsichtsrat belasten. Als daraufhin die Entführer drohen, alle Hintermänner publik zu machen, wird der Schrebergarten gestürmt und die Geisel befreit. Mit alternativem Ende nach Wahl.

SP 1514


Dat Geld lig in de Bank

von Curth Flatow, Übersetzung: Hannes Demming

Gustav Kühnes Metier ist das Geldschrankknacken, und er betreibt es mit Hingabe und Akribie. Als er eines Nachts mit seinen beiden minderjährigen Söhnen von der "Arbeit" nach Hause kommt und von einem Kommissar in die Zange genommen wird, gelobt er, in den nächsten vierzig Jahren das Schlosserhandwerk nur noch innerhalb der Legalität auszuüben. Soweit das Vorspiel.
Es hat ein Nachspiel. Vater Kühne wird achtzig, die Söhne haben reüssiert, der eine als Gymnasialdirektor, der andere als Großverleger. Zu ihrem Entsetzen beschließt "der kühne Gustav", sich selber zum Geburtstag einen Einbruch in eine "hübsche kleine Bank" zu schenken. Den reputierlich gewordenen Söhnen sträuben sich die Haare. Aber der Verleger hat schließlich eine Idee, wie allen Beteiligten zu ihrem Recht und dem Stück zu einem überraschenden Happy-End zu verhelfen wäre... 
Mit Das Geld liegt auf der Bank schrieb Flatow einen der größten Erfolge seiner Laufbahn. Die turbulente Geschichte um den Panzerschrankknacker Gustav Kühne, der nach vierzig Jahren Abstinenz mit seinen inzwischen erwachsenen Söhnen wieder auf Bruchtour geht, wurde seit der Uraufführung am 4. Oktober 1968 im Berliner Hebbel-Theater (allein diese Inszenierung mit Rudolf Platte in der Hauptrolle lief über 500 Mal) weit über 100 Mal neu inszeniert.

SP 1519