Premiere von Amanda Lasker-Berlins „Gelbe Wüste / Rosa Raum“ am ThOP in Göttingen 

(07.06.2018)

Auszüge aus den Kritiken:



„Das Siegerstück des siebten ThOP-Nachwuchsdramatiker-Wettbewerbs 2017 hat am Sonnabend Premiere und Uraufführung gefeiert. Barbara Korte inszenierte „Gelbe Wüste, Rosa Raum“ von Autorin Amanda Lasker-Berlin, das unter dem Oberthema „Grenzen-Grenzgänger-Grenzüberschreitungen“ entstand … Das Stück zeigt das bedrückende Schauspiel einer Familientragödie … Mit vollem Körpereinsatz lassen die Spielenden mit fixierenden Blicken, panischem Rumgeballere und Handgreiflichkeiten die Zuschauer in eine aufwühlende Welt eintauchen, der man nicht so schnell entrinnen kann. Die sich immer steigernde Verzweiflung klebt fast greifbar an den bunten Quadern. Anschaulich zeigen sowohl die Inszenierung, wie auch das Stück, dass Krieg nicht mit der weißen Fahne endet. Sondern erst dann, „wenn sich kein Sandkorn mehr erinnert“.“
(„Gelbe Wüste, Rosa Raum“ im Theater im OP in Göttingen von Madita Eggers / goettinger-tageblatt.de, 27.05.2018)

„Einen Theaterabend, der unter die Haut geht, bietet das Theater im OP (ThOP) seinen Zuschauern mit Barbara Kortes Inszenierung von „Gelbe Wüste/Rosa Raum“ … Das Premierenpublikum zeigte sich begeistert von der Uraufführung des Siegerstücks vom Nachwuchsdramatiker*innenwettbewerb (NDW) 2017 des ThOP … Das Publikum spendete langanhaltenden Applaus mit begeistertem Getrommel und stehende Ovationen … Noch bevor im Theater im OP das Licht für die Premiere anging, wurde die Autorin Amanda Lasker-Berlin als Siegerin des Nachwuchsdramatiker-Wettbewerb (NDW) 2017 im Beisein von Mitgliedern der Jury aus Göttinger Kunst- und Literaturbereichen vor dem Publikum geehrt.“
(Premiere im Theater im OP: Jagd in die Vergangenheit / hna.de, 28.05.18)

„… Eine besondere Erwähnung verdient das Schauspielteam, denn dieses war durch die Bank weg fantastisch … Einen Höhepunkt stellt unter anderem der Moment dar, in dem Anak seine Tabletten verweigert und der Vater ihm den kompletten Doseninhalt dann regelrecht in den Mund schüttet, aber auch der spätere Einsatz der Schreckschusspistole, mit der Nilih Khashaja richtet und somit dafür sorgt, dass sich Schock und Betroffenheit in den Gesichtern einiger Zuschauerinnen und Zuschauer breitmacht … Es handelt sich um ein spannendes Stück, bei dem man sich ob der schwindenden Grenzen mehrmals fragen muss, wer denn nun eigentlich der Held und wer der Bösewicht ist. Einigkeit gab es hingegen zum Abschluss der Vorstellung in Form von nicht enden wollenden Applaus für die Darsteller wie auch für die anwesende Amanda Lasker-Berlin.“
(Wer ist der Held? von Jens Wortmann / kulturbuero-goettingen.de, 28. Mai 2018)