
Geb.
22. August 1904 in Kronprinzenkoog/Dithmarschen.
Gest. 28. Januar 1969 in Rendsburg.
Walter
Wiborg stammt aus einem alten Dithmarscher Geschlecht. Er wurde
in Kronprinzenkoog als Sohn eines Bauern geboren. Das Plattdeutsche
war seine eigentliche Muttersprache. Nach dem Abitur hat er ein
Studium an der technischen Hochschule in Hannover absolviert. Nach
sechs Semestern sattelte er um und wurde Mittelschullehrer.
Der zweite Weltkrieg führte ihn an die Fronten im Osten, Südosten
und Südeuropa. Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft
war er einige Jahre Landlehrer in Barlt ( Dithmarschen ). 1951 wurde
er an die Mittelschule Rendsburg versetzt und dort 1965 zum Konrektor
ernannt.
Walter Wiborg ist besonders als niederdeutscher Autor bekannt geworden.
Er hat fünf plattdeutsche Komödien geschrieben:
"Kuckucksroop"(Uraufführung 1941 im Ohnsorgtheater
)
" De Nacht int Drievhus" ( Uraufführung 1942 in Kiel
)
"Gode Geister" ( 1952 )
"Prahlhans"( 1958 )
"Dat lütte Rathus"( 1967) ( Uraufführungen in
Rendsburg ).
Er schrieb auch plattdeutsche "Vertellns", die er überwiegend
in der Monatsschrift "Moderspraak" und in einem Buch ("De
letzte Karkgang" ) veröffentlichte. Bei der Niederdeutschen
Bühne Rendsburg war er viele Jahre als Leiter, Darsteller und
Spielleiter tätig. Er fühlte sich auch mit der Nedderdütschen
Volksgill eng verbunden, deren Öllermann er von 1953 - 1960
war.