
Lebenslauf
Ich bin in Altona geboren und zwar am 01.September 1914. Also bin
ich eigentlich "Preuße", denn damals gehörte
Altona ja noch nicht zu Hamburg. Von Kindheit an war ich theaterbegeistert
und nutzte jede Gelegenheit, mit "den Brettern" in Kontakt
zu kommen, als Statist am Altonaer Stadttheater und später,
neben meinem kaufmännischen Beruf als Rollenkünstler an
Liebhaberbühnen. Aber so richtig fing es erst an, als ich nach
dem Krieg mit meiner Familie einige Zeit in Chile lebte. Dort hatte
ich bald eine handfeste Theatergruppe aufgebaut, ein echtes "Schmierentheater"
- im besten Sinne. Wir tingelten z. B. sehr erfolgreich mit Schönthans
"Raub der Sabinerinnen". Sie dürfen dreimal raten,
wer den Theaterdirektor Striese spielte? - Als ich nach ein paar
Jahren nach Hamburg zurückkehrte, hatte ich eine Menge Ideen
im Gepäck. Die Simons (die damaligen Direktoren des St. Pauli
Theaters) ermunterten mich, und so entstanden kurz hintereinander
"Cäcilie, die keusche Lilie", "Dat Veilchen
von St. Pauli" und "De Reis na Helgoland" für
das Haus am Spielbudenplatz. "De Reis nach Helgoland"
wurde 1964 uraufgeführt. Christa Siems spielte "Mathilde".
Das Stück wurde der Renner der Saison. Ich bin meiner Theaterleidenschaft
bis heute verfallen. Zwar nicht mehr als Autor, Darsteller oder
Regisseur. Das wäre mir zu anstrengend. Aber als Bühnenbildner
für die Quickborner Speeldeel.