
Lebenslauf
- Hermann Quistorf
Geb. 06.05.1884 - gest. 07.10.1969
Herkunft
der Familie:
Dorf Quisdorf bei Eutin. Ein grosser Hof bis 1905 im Besitze eines
Quistorfs. Mutter aus Woldenhorn (heute Ahrensburg)
Geboren
06.05.1884 in Hamburg
1890-1899 Volksschule in Hamburg
1899-1905 Seminar in Hamburg - Binderstr.
1905 Militärdienst, nach kurzer Zeit wegen einer Knieverletzung
als Invalide ausgeschieden.
Seit 1905 im Hamburger Volksschuldienst (u.a. Barmbekerstr., Formannstr.,
Grasweg, Schillerstr. - heute Winterhuder Weg), nebenamtlich an
Gewerbeschulen, Mitglied des Ausschusses zur Reform des Religionsunterrichts.
1912-1914 neben der Tätigkeit als Lehrer Lehre als Schriftsetzer
und Buchdrucker, abgeschlossen mit der Gehilfenprüfung als
"Schweizer Degen",
1914 Buchbinderlehre abgebrochen wegen Meldung als Kriegsfreiwilliger
an der französischen Front
1916 als Leutnant in französische Kriegsgefangenschaft
II. 1920 angestellt als Gewerbeoberlehrer für das Buchgewerbe,
als Mitglied der "Lehrerkammer für das Gewerbe- und Fachschulwesen"
mitgearbeitet am Aufbau eines modernen Berufsschulwesens in Hamburg
1926-1933 Schulleiter der Fachschule für das Buchgewerbe
1946 pensioniert
Tätigkeit
auf dem Gebiet des Niederdeutschen
1906
Eintritt in den Saxnotbund (Vereinigung junger niederdeutscher Dichter,
Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Rezitatoren, Sänger)
1906 Mitgründer der "Nedderdüütsch Sellschopp"
1920-1934 deren Vorsitzender
1922-1934 Vorsitzender des Allgemeinen Plattdeutschen Verbandes
Schriftleiter der Zeitschrift des Verbandes "De Eekboom"
Herausgeber der "Eekboom-Böker"
Seit 1943 Beauftragter der alljährlichen "Niederdeutschen
Dichtertagung Bevensen"
Lange Jahre Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung FVS für
den Fritz-Reuter-
und den Klaus-Groth-Preis, für den Fritz-Stavenhagen- und den
Hans Böttcher-Preis
VERÖFFENTLICHUNGEN
1926 Goldene Frucht, Anthologie der hamburgischen Dichtung, gemeinsam mit
Dr. Carl Müller-Rastatt
1927 Tausend Jahre Plattdeutsch, Band 1, gemeinsam mit Dr. Conrad Borchling
1929 Band 2
1936 Hilfsbuch für den Unterricht im Plattdeutschen, gemeinsam mit Dr. Johannes Sass
1948 Richard Ohnsorg und die Niederdeutsche Bühne
1959 Niederdeutsches Autorenbuch, gemeinsam mit Dr. Johannes Sass
als Herausgeber
1925 Fritz-Reuter-Werke, Verlag Hädecke, Stuttgart
1929 Leven, Leev un Leed, aus den Dichtungen von Albert Schwarz
1936 Fritz-Reuter-Werke, Verlag Knaur, Berlin
Übersetzungen aus dem Holländischen
Von Jan Fabricius:
1922 Ünner een Dack
1923 Inske
1926 Hein Ruku
1931 Klaar Kimming
1933 De Dörpdokter
1947 Moder Maree
1953 Leentje Marten fangt ehr Leven an
1955 De diamanten Brosch
von Henk Bakker:
1937 Betje regeert
1948 Westermann un Sohn
1948 Wespennest
1950 De Welt en Speeldeel
von Bakker/Fabricius:
1936 Gesucht ein Einbrecher
von Feenstra:
1956 Wenn de Klock waarschuut (Spöök in't Slott)
Rundfunk
Vorträge, Hörfolgen, Hörspiele
Ehrenämter
? - 1933 Vorstandmitglied des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller Nordwest
nach 1945 Vorstandmitglied des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller Nordwest
Mitgründer und Beirat der Vereinigung deutscher Schriftstellerverbände
Berlin/Hamburg
Mitgründer und Ehrenmitglied des Verbandes deutscher Übersetzer
Literarischer und wissenschaftlicher Werke
1957 "Verdienstkreuz am Bande" der Bundesrepublik und Ehrenring der Stadt
Bevensen