
* 1.2.1895
in Ruhwarden/Butjadingen
+ 22.6.1975 in Kiel
Walter
Looschen, der Sohn eines Zollbeamten, verbrachte seine Jugend in
Großensiel und Nordenham. Nach Abschluß der Nordenhamer
Südschule begann er eine kaufmännische Lehre in Varel,
die er abbrach. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich nun als
Kleinknecht, Holzfäller und Kutscher.
1911, sechzehn Jahre alt, bewarb er sich um die Aufnahme in die
Schiffsjungendivision Flensburg-Mürwik der kaiserlichen Marine
und wurde am 7. Oktober 1911 eingestellt. Zum Beginn des 1. Weltkrieges
diente er als Signalgast auf SMS Panzerkreuzer "Seydlitz".
Wurde als Obersignalmaat nach dem Kriege aus dem Dienst entlassen.
Vorher hatte er durch den Besuch von Lehrgängen, Abendschule
u. ä. seinen schulischen Ausbildungsstand erheblich verbessert.
Die Reichsbank in Köln stellte auf Grund des Zivil-Versorgungsscheines
und des Zeugnisses der Obersekundarreife den Militäranwärter
1923 zur Probe ein. - 1927 - inzwischen in Kiel - erfolgte Anstellung
auf Lebenszeit. Beförderung zum Inspektor, Oberinspektor und
Amtmann folgten. 1960 ging er geehrt und mit Dank in den Ruhestand.
Eine zweite militärische Periode unterbrach vorher diesen zivilen
Dienst. Nach mehreren Übungen in den Jahren 1938/39 holte man
Walter Looschen am 24.08.1939 als Wehrmachtsbeamtenanwärter
des gehobenen Marineverwaltungsdienstes zurück zur Marine.
1939 Ernennung zum Marine-Verwaltungsinspektor dR, schon am 1.11.1940
zum Marine-Verwaltungsoberinspektor dR befördert und am 1.5.1944
galt der Titel Marinestabsintendant.
In all diesen Jahren hat er neben seinen dienstlichen Aufgaben als
Schriftsteller weitergearbeitet.