
Herma
Koehn ist eine der bekanntesten und profiliertesten Darstellerinnen
des Ohnsorg-Theaters. Seit 1968 gehört sie dem Ensemble an
und hat seither weit mehr als hundert Rollen gespielt.
Nach einer Ausbildung zur Sparkassenkauffrau ließ sie sich
bei Urte Clasing zur Schauspielerin ausbilden, und spielte gleichzeitig
in "Heimweh nach St.Pauli" im Operettenhaus und im Theater
für Kinder, das sie praktisch mit aus der Taufe hob, die Annika
in "Pippi Langstrumpf. In "Strandräubers"
hatte sie bereits am Ohnsorg-Theater gespielt, als Herma Koehn sich
nach bestandener Bühnenreifeprüfung erneut bei Hans Mahler
meldet. Sie hatte dem berühmtem Ohnsorg-Intendanten und Ehemann
von Heidi Kabel in ihrer ersten Rolle gefallen und so gab er ihr
einen Jahresvertrag. Im Herbst 1968 stand sie also in "Leben
in de Bood" wieder auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters.
Inzwischen hat sie bereits ihe 25-jähriges Jubiläum hinter
sich und eine Wandlung von der Darstellerin jugendlicher Liebhaberinnen
hin zur reifen Komödiantin und Charakterschauspielerin durchlaufen.
Ihre konsequente Arbeit hat sie zum Publikumsliebling mit zahlreichen
Facetten werden lassen, der auch von der Kritik entsprechend gewürdigt
wird. Beweis hierfür ist nich zuletzt ihre Auszeichnung beim
Norddeutschen Theatertreffen 1978 für ihre Darstellung der
Marie in "De Etappenhaas".
Ein besonders beeindruckendes Beispiel für ihre künstlerische
Kraft und Vielseitigkeit gibt Herma Koehn seit 1994 mit ihrer Interpretation
von "Frauke Petersen oder Die heilige Johanna der Einbauküche",
ein zweistündiger Parforceritt für eine Schauspielerin,
von ihr selbt sowohl ins Plattdeutsche als auch ins Hochdeutsche
übersetzt. Bis heute feiert Herma
Koehn mit diesem ebenso unterhaltenden wie anrührenden Ein
Frau-Stück einmalige Erfolge in ganz Nordeutschland.
Obwohl sie Plattdeutsch erst im Ohnsorg-Theater lernte, ist sie
mittlerweile so in der Sprache zu Hause, daß ihr Übersetzungen
leicht von der Hand gehen; mehrere wurden in ihrem Theater bereits
aufgeführt. Trotz ihrer Treue zum Ohnsorg-Theater ist Herma
Koehn in all den Jahren nicht betriebsblind geworden. Gelegentliche
Gastspiele an anderen Theatern, wie zum Beispiel in der Komödie
Winterhuder Fährhaus, Fernseh-und Rundfunkarbeiten, Lesungen
und Gesangsauftritte sprechen für ihre zahlreichen Interessen
und Begabungen.
Quelle: Ohnsorg-Theater, Dramaturgie, Frank Grupe
Ergänzung:
Seit 2001 ist Herma Koehn als freie Schauspielerin tätig, und
konzentriert sich auf ihre Soloprogramme, hochdeutsche Theatergastspiele,
Dreharbeiten und Lesungen. Aber auch am Ohnsorg-Theater wird sie
als Gast-Schauspielerin hin und wieder tätig sein. Aktuelles
erfährt man auf ihrer Homepage www.herma-koehn.de