
KARL-HEINZ
KÖHN (1915 bis 1988) Schauspieler, Regisseur und Autor. Geboren
1915 in Rostock, gehörte er in die Generation, deren Jugend
durch den Nationalsozialismus bestimmt wurde. Arbeitsdienst, Wehrdienst
und dazwischen Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft.
Als Reserveoffizier an vielen Fronten eingesetzt, war er vom ersten
Tag an Kriegsteilnehmer bis zu seiner Verwundung im Februar 1945.
Die schmerzhaften Folgen dieser Verwundung versuchte er, so gut
es ging zu ignorieren.
Seine Theaterstationen:
- Staatstheater Schwerin (1949 bis 1952)
- Landesbühne Naumburg (1952 bis 1953)
- Thüringer Landestheater Eisenach (1953 bis 1955)
- Bühnen der Stadt Erfurt )1956 bis 1960)
- Verden /Aller Landesbühne Niedersachsen Mitte (1960 bis 1962)
- Innsbrucker Tiroler Landesbühne (1962 bis 1964)
- Stadttheater Linz (1965 bis 1966)
- Städtische Bühnen Kiel (1965 bis 1966)
Später noch unter anderem Verpflichtungen am Landestheater
Lüneburg (1966 bis 1970) Dann Anfang der 80er Jahre musste
er seinen Vertrag mit Kiel vorzeitig lösen, wo man ihn noch
als Harpagon in "Der Geizige", als Vater Drobney in "Vorsicht,
Trinkwasser" und als Weiler Martin in "Gin-Rommé"
einprägsam in Erinnerung hat. Grund seiner vorzeitigen Ausstiegs:
Zunehmende Beschwerden wegen der Kriegsverletzungen. Anfang der
80iger Jahre zog es ihn noch einmal auf die Bühne, zunächst
ans Schlosstheater in Celle und zuletzt, kurz vor seinem plötzlichen
Tod in Bad Zwischenahn in Biel/Solothurn als Großer Muheim
in Dürrenmatts "Meteor .
Neben seiner Theaterarbeit als Schauspieler, Spielleiter, Theaterleiter
war er auch als Mitarbeiter an den verschiedensten Rundfunkanstalten
in Deutschland und Österreich beschäftigt.
1947, noch in der DDR lebend, erhielt er einen Preis als Lyriker.
Er war Verfasser von hoch- und niederdeutschen Hörspielen,
von niederdeutschen Theater- und Jugendstücken (im Mahnke-Verlag
sind erschienen: "Dat Undiert" - plattdeutsche Komödie
in drei Akten und "De Reis" (Schauspiel in drei Akten).