Hans Henning Holm
(Bürgerlicher Name: Hans Henry Rudolf Holm)
Geboren: 20.November 1908 in Nindorf/Kr. Rendsburg/Holstein
Gestorben: 25. März 1977 in Hamburg
1928 Abitur. Von dem selbstgewählten Abitur-Thema "Die Erfindung der Dampfmaschine" ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen ausgehend, führt in der Dichtung des Autors ein gerader Weg über hochdeutsche Novellen (zweimaliger Max-Eyth-Preisträger) zu dem Roman in plattdeutscher Sprache "Dat Stunnenglas" (1957 ausgezeichnet), der den Wandlungsprozess des Dorflebens zum Inhalt hat.
Studium in Kiel. Mitglied und Spieler der Niederdeutsche Bühne Neumünster. Plattdeutsche Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften.
Von 1933-1945 keine Gelegenheit zu literarischer Veröffentlichungen.
Teilnahme am 2. Weltkrieg. Soldat und Offizier in Norwegen und Italien. 1945 aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft entlassen.
Freier Schriftsteller, Kritiker, Übersetzer und Freier Mitarbeiter beim NDR. Maßgeblich am Aufbau des Hamburger Schriftstellerverbandes (2.Vorsitzender/Stellvertreter) beteiligt. Ab 1952 (als Broterwerb) daneben Angestellter des Finanzamtes der Hansestadt Hamburg bis der Norddeutsche Rundfunk Hamburg ihn Januar 1960 mit der Leitung der Niederdeutschen Abteilung beauftragte.
Nach der Pensionierung 1973 bis zu seinem plötzlichen Tode am 25. März 1977 wieder Freier Schriftsteller; Beratervertrag beim NDR; regelmässiger Autor und Sprecher der Dienstagsendung "Hör mal'n beten to!". Als Freier Mitarbeiter des NDR Zulieferer von hochdeutschen und plattdeutschen Beiträgen für den NDR und "Radio Bremen".
Plattdeutsche Einakter
De Pelz
Swatt is Trumpf
Dat Modell
Plattdeutsche Mehrakter
Schatten vun güstern
Landleben
Quartett to Drütt
Eenstimmig
De naakte Adam
Alle im Theaterverlag Karl Mahnke, Verden
Weitere Veröffentlichungen
Richtung/Gebiet der schriftstellerischen Tätigkeit: Niederdeutsche Sprache u. Literatur
Veröffentlichungen (Titel, Jahr, Verlag)
Dat Sunnenglas. (Roman) Verlag Fehrs-Gilde, Hamburg 1957
Dat Fabelbook. (Zeitsatiren) Fehrs-Gilde, Hamburg 1964
Da bist du platt. (Etymologische Streifzüge durch die plattdeutsche Sprache) Verlag Lübecker Nachrichten, 2. Auflage Wachholzt-Verlag 1980
Hör mal n beten to! (als Herausgeber des Sammelbandes von Beiträgen zur gleichnamigen Sendereihe des NDR (Wachhholtz-Verlag, Neumünster 5. Auflage 1980
De Tiet, de löppt...(Zeitbetrachtungen) Quickborn-Verlag 1975, 2. Auflage 1979
Op Finkwarder tohus. Kinau-Gedichte. (als Herausgeber) Quickborn-Verlag 1976
Dor stunn in ole Tieden. Parodien. Husum-Druck- u. Verlagsges. 1976, 2. Auflage 1978
Depe Insichten. Plattdeutsche Fabelband. Quickborn-Verlag 1977
Damals in Neumünster. Erinnerungen. Wachholtz-Verlag Neumünster 1977
Der Dorftyrann. Heitere niederdeutsche Geschickten Husum-Druck- u. Verlagsges. 1978
Plattdütsch - een Weltspraak. Heiter-besinnliche Vertelln. Wachholtz-Verlag Neumünster 1979