
Anton
Aulke wurde 1887 in Senden geboren und besuchte von 1903 bis 1908
das Gymnasium Laurentianum in Warendorf, wo er das Abitur ablegte.
Sein Abituraufsatz "Des Helden Name ist in Erz und Marmorstein
so wohl nicht aufbewahrt als in des Dichters Liede" ist noch
erhalten. Damals entging er nur knapp einer Verweisung von der Schule,
da er ohne ihre Erlaubnis schon ein kleines Gedichtbändchen
mit hochdeutschen Gedichten veröffentlichen wollte. "Fern
leuchtet ein Land" erschien daher erst 1909. So streng achtete
man damals auf die Kreativität der Schüler. Nach dem Studium
in Breslau und Münster wurde Anton Aulke von 1929 bis zur Pensionierung
1952 Lehrer am Gymnasium Antonianum. Bis zu seinem Tode im Jahre
1974 lebte und dichtete er in Warendorf, wobei er den Großteil
seines Schaffens in plattdeutscher Sprache schrieb. Seine Arbeitsgebiete
waren Gedichte, Erzählungen, Romane, Übersetzungen und
Hörspiele.
Rund zwei dutzend Hörspiele von Anton Aulke wurden vom WDR
und NDR gesendet. 1952 wurde er mit dem Hamburger Klaus-Groth-Preis
geehrt, 1955 bekam er den Kulturpreis der Stadt Warendorf, 1961
erhielt er den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis, 1962 wurde
er Ehrenbürger von Senden und 1967 bekam er den goldenen Ehrenring
der Stadt Warendorf.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Fern leuchtet ein Land (Gedichte) 1909
Der Wanderer (Gedichte) 1919
Verloren ist das Schlüsselein (Lieder) 1927
Nies (Roman) 1936
De Düwel up'n Klockenstohl un annere Vertellßels ut't Mönsterland 1940
Nao Hus (Gedichte) 1951
Wi hewt all kinn rein Gewietten (Lustspiel) 1954
Unner de Eeken (Gedichte) 1955
Plasseerlicke Kunnen (Erzählungen) 1956
Twillinge (Een plasseerlick Spiel) 1956
Siskus Wiskus (Lustspiel) 1957
Nies, der westfälische Eulenspiegel (Hörspiel) 1957
Nobiskrug ((En Spiel tüsken Liäben un Daut) 1961
Wenn aolle Schüren briänt (Lustspiel) 1961
De Geldbül (Lustspiel) 1963
En Kranß för di (Gedichte) 1963